Oper
14.03.2026
19:00

Theater Magdeburg
Universitätsplatz 9
39104 Magdeburg
Deutschland

© Leonardo Casalini

Otto (Premiere) Oper von G. F. Händel und G. Ph. Telemann

Im Rahmen der Magdeburger Telemann-Festtage

Mitwirkende
Matthias Winckhler, Otto
Roberta Mameli, Theophane
Simona Šaturová, Gismonda
Mathilde Ortscheidt, Matilda
Florian Götz, Adelbert
Ludwig Obst, Isaurus
Pau Armengol, Emirenus

Akademie für Alte Musik Berlin
Francesco Corti, Musikalische Leitung

Claudia Isabel Martin, Halbszenische Einrichtung
Kristina Schmidt, Licht und Bühne
Veronika Kaleja, Kostüme

Libretto von Nicola Francesco Haym und Johann Georg Glauche
Halbszenische Aufführung

In den 1720er-Jahren entwickelte die von Telemann geleitete Hamburger Bühne einen überaus modernen Spielbetrieb, bei dem zu aktuellen Hamburger Opern zum Teil deutlich ältere Repertoirestücke sowie von anderen Spielstätten – namentlich Wien und London – übernommene Werke traten. Diese und die älteren Werke wurden zum Teil massiv bearbeitet: durch partielle Übersetzung und Neukomposition der Libretti, durch Einlagearien unterschiedlicher Provenienz, aber etwa auch durch die Versetzung von Kastratenpartien in die Bariton- oder Basslage. Komponisten wie Steffani, Keiser, Bononcini, Conti, Mattheson oder auch Cyril Wich und, allen voran, Händel waren damals zeitgleich an der Alster zu erleben.

Otto, Telemanns Einrichtung von Händels Ottone (HWV 15/TVWV 22:3), macht den Farbreichtum dieser Praxis exemplarisch erlebbar. Händels Musik und seine maßgeblich über die Arien entwickelte Dramaturgie verschränken sich mit dem von Telemann komponierten deutschen Rezitativ Johann Georg Glauches, das auf größere Handlungsstringenz hin gearbeitet wurde und eine komische Figur integriert. Glauche griff auch bei den Arien stark in das Ottone-Libretto ein: Er fügte acht neue Arien hinzu (alle italienisch), von denen Telemann sechs komponierte; die beiden anderen stammen von Leonardo Vinci bzw. Fortunato Chelleri.

Das Ergebnis ist ein europäischer Brückenschlag, ein textlich-musikalisches Kaleidoskop, das eine eigene Sprache entwickelt. 

Dauer: ca. 3 Stunden zzgl. Pause
18.30 Uhr Konzerteinführung

Hinweis: Im Rang kann es in den hinteren Plätzen aufgrund der Inszenierung partiell zu Sichteinschränkungen kommen.