1982
Das erste öffentliche Auftritt findet am 6. Apri 1982 auf Schloß Köpenick statt anlässlich der Wiederaufstellung des restaurierten und rekonstruierten Silberbuffets aus dem Rittersaal des ehemaligen Berliner Schlosses. Zur musikalischen Umrahmung erklingt Georg Philipp Telemanns “Suite F-Dur” und Georg Friedrich Händels Triosonate G-Dur op. 5,4.
Am 3. Juli 1982 lädt die “Akademie für Alte Musik der Humbold-Universität zu Berlin” zur ersten “Musikalischen Abendunterhaltung” in die Kapelle des Köpenickers Schlosses. Das Konzert bildet den Auftakt zur ersten Konzertreihe des Ensembles. Auf dem Programm stehen Werke von Georg Philipp Telemann, darunter die “Don Quixote”-Suite und das Doppelkonzert für Blockflöte und Flöte. Neben der Schlosskapelle und der Humboldt-Universität zu Berlin spielt man damals in der Potsdamer Friedenskirche und im Festsaal von Schloss Friedrichsfelde.
1989
Bereits bei den Festwochen Alter Musik in Innsbruck kommt es zu einer ersten Begegnung mit René Jacobs. Im Sommer 1989 erscheint die erste gemeinsame CD, der Auftakt zu einer weltweit gefeierten und mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichneten Zusammenarbeit. Die dem Kantaten-Schaffen Händels gewidmete Einspielung ist die letzte Aufnahme, in der René Jacobs noch als Countertenor zu erleben ist, bevor er sich ganz dem Dirigieren zuwendet.
1992
Mauerfall und Wende ermöglichen ab 1990 den Anschluss an die internationale Konzertszene und setzen neue Potentiale für die künstlerischer Entwicklung frei. Viele der Musiker geben Ihre Stellen in den staatlichen Orchester auf und widmen sich nun voll und ganz der Alten Musik.
1992 beginnt auch die Zusammenarbeit mit dem RIAS Kammerchor Berlin. Konzertmeister Stephan Mai erinnert sich: „Es gab im Westteil Berlins einfach kein Ensemble, das dem RIAS Kammerchor als Orchester hätte dienen können. Natürlich hatten wir Interesse an einer solchen Partnerschaft und begannen uns so, ein vollkommen neues Repertoire zu erarbeiteten“.
Unter der Leitung von Marcus Creed erarbeitet man sich das Oratorien-Fach anhand der Werke Händels, Hasses und Bachs. Mit den großen geistlichen Werken von Schubert, Berlioz, Brahms und Bruckner wagt man sich erstmals auch ins 19. Jahrhundert.
Die Zusammenarbeit mit dem RIAS Kammerchor etabliert auch die Tradition der gemeinsamen Neujahrskonzerte in der Berliner Philharmonie. Hier widmet man sich oft den großen Oratorien Händels.
Die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem RIAS Kammerchor ist auch durch die vielfach preisgekrönten Aufnahmen dokumentiert.